Von null auf Permakultur!

Wie lebe ich ein gutes Leben?
Am Ende meines Studiums ist das die Frage, die mich beschäftigt. Ich genoss mein Sozialarbeits-Studium und die Zeit, die ich für mich zum Lernen und für die Gemeinsamkeit im Studentenleben hatte. Und auch die Zeit, mir Gedanken und Bilder vom Leben in unserer Gesellschaft zu machen.

An der Katholischen Stiftungsfachhochschule fragte ich mich z. B., ob der rebellische Jesus in der heutigen Zeit wohl einen Permakulturgarten zur Selbstversorgung hätte – um mit Ganzheitlichkeit die Schöpfung zu bewahren. Um selbstbestimmt, achtsam in Liebe für die nächsten Geschöpfe zu leben.

Mit Vorträgen, Themenabenden, Infoständen,  einem Umsonstladen und weiteren Aktionen war ich an der Hochschule im Ökoforum aktiv für Umwelt, Nachhaltigkeit und eben erwähntes gutes Leben – auch für die Nachfolgegenerationen. Nicht selten klang dabei ein provozierenden Unterton bei mir mit. Nicht selten war ich auch traurig und wütend auf einige Vorgänge in der Welt, die sich mir zeigen.

Ein prägendes Ereignis
Letzten Sommer stand ich dann Barfuß da. Total beeindruckt. Und ich spürte, wie sich meine Wut und mein Leid an der Welt umformten. Zu einer kraftvollen Vision, einem Traum.  Ich stand Im Permakulturgarten der Naturwertstiftung in Unterthingau.  Ein gutes Leben kann so einfach sein, weiß ich seitdem. Im Selbstversorger-Garten summte, flatterte, blühte, duftete, und schmeckte die bunte Vielfalt um mich.    Paradiesisch!

Es war, als ob ich alle meine offenen Fragen von einem Moment auf den anderen beantworten konnte. Meine Fragen, wie ich wirklich gesunde und wirklich ökologische Lebensmittel bekomme. Wie ich unabhängiger von Arbeits-, Öl-, und Finanzmärkten werde und wie ich meinen eigenen Platz der Ruhe bei meiner Familie bekomme.

Seither verfolge ich meinen Traum.
Ein naturnahes, einfaches Leben. Immer wieder wird mir die Vision bestätigt: Ich erfahre neue Unterstützung, Impulse und Interesse von lieben Menschen. Neue und tiefe Kontakte und Begegnungen entstehen. Geschenkte Kräuter und Sträucher, Bau- und Bastelmaterial fliegen förmlich in den Garten. Nebenbei fließen mir neue Fähigkeiten zu – ich lerne z. B. Kipplader- und Minibaggerfahren. Viel mehr aber genieße ich es, in Ruhe mit den Händen in der Erde zu wühlen und jetzt auch tatsächlich etwas wachsen zu sehen.

Internet-Tagebuch: Mein Weg zum Selbstversorger-Garten
Ich hatte bis vor einem Jahr nicht wirklich Ahnung von praktischer Gartenarbeit oder Landwirtschaft. Laute Traktoren und Schneckenkorn haben mich schlichtweg nicht interessiert. Permakultur ist erfrischend anders. Möglichst ganzheitliches Denken „für intelligente Faule“. Mit dieser Denkweise freue ich mich darauf, die Komplexität der Natur annähernd erfassen zu lernen – eine schöne Lebensaufgabe.

Was ich dabei alles so erlebe – auf dem Weg zu meinen eigenen Lebensmitteln und meinem guten, vielfältigen Leben, das teile ich gerne! In meinem Blog im Internet lasse ich dich gerne nacherleben, wie ich als Kopfmensch zu Hand und Herz komme – von der Permakultur-Philosophie zu Hügelbeeten, süßen Früchten, natürlichen Kreisläufen und bunter Vielfalt. In netten Geschichten und Video-Clips zeige ich auch, was der Begriff „Permakultur“ in Behörden anrichtet, und mache Exkurse ins Bau- und Wasserrecht.

Sehr offen bin ich für deine Kommentare und ich freue mich auch über angemeldeten Besuch bei meinem Projekt! Wie viel Kraft im gemeinsamen Tun und Denken liegt, auch darüber lest ihr auf meiner Website.
http://0-auf-permakultur.de

Über g-4460-1

Permakulturgärtner, Blogautor, Sozialarbeiter und Webdesigner
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Eine Antwort auf Von null auf Permakultur!

  1. christine stimmer sagt:

    saat und ernte.jeder muss sich fragen was will gott von mir.-uns.wenn ein leben geführt wird nach gottes prinzipien schenkt er auch gelingen.—und nur dann,da bin ich mir ganz sicher.wenn gott die saat nicht segnet,ist es umsonst,wenn die arbeiter sich abmühen.

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