Ein Zeichen für den Frieden

Die Ereignisse in der Ukraine, die sehr einseitige Berichterstattung in unseren Medien und der drohende Krieg waren der Grund, warum wir uns seit dem Ostermontag wöchentlich bei der Mahnwache für den Frieden in Kempten treffen, um ein Zeichen und eine Energie für eine andere Lösung zu setzen.
Die ersten Treffen waren noch sehr von den Ursachen für die drohende Eskalation geprägt, wie z. B. Geldsystem, Medien und fehlender basisdemokratischer Prozesse. Auch Themen wie Gentechnik, Fracking, Freihandelsabkommen, Chemtrails usw. kamen immer wieder zur Sprache.
Um wirklich effektiv etwas zu bewegen, dürfen wir jedoch bei uns selbst anfangen. Getreu Gandhis Motto „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt“ und der Kenntnis um die Naturgesetze fängt der Frieden bei uns selbst an. Er zieht ganz automatisch die Kreise nach außen, so wie der Stein, der ins Wasser geworfen wird. Genauso verhält es sich bei anderen Themen, die im Regionalen wieder ihren Ursprung nehmen.
Mit diesem Bewusstsein lassen sich auch sinnvolle Wege im Sinne „Leben und leben lassen“  beschreiten, mit dem Ziel, Mensch, Tier, Pflanzen, die Natur und Mutter Erde wieder an die erste Stelle zu setzen. Daher möchten wir als Gruppe weiter die Menschen zum Nachdenken und zum Handeln anregen, aber uns vor allem auch mit bestehenden Gruppen wie ReWiG, Permakultur, Transition, Grundeinkommen, STOPP-TTIP und vielen mehr vernetzen, um deren wertvolle Vorarbeit in vielen Bereichen mit unserer Energie zu unterstützen.
Denn hier liegt meiner Ansicht nach immenses Potential für eine positive Veränderung, die wir uns alle wünschen.
Und wir freuen uns umgekehrt über jeden, der uns immer montags ab 18 Uhr auf dem Hildegardplatz in Kempten besucht und seine friedvolle Energie mit einbringt.
Thomas Trinko
In Memmingen ist das Treffen immer montags ab 18 Uhr beim Brunnen auf dem Marktplatz

Im ganzen Allgäu

Stopp-TTIPEs geht nicht um Freihandel. Der ist zwischen USA und Europa schon frei. Viele Errungenschaften des Verbraucher ‐ , Gesundheits ‐, Klima ‐ und Tierschutzes stehen genauso auf dem Prüfstand wie das europäische Arbeits ‐ und Sozialrecht. Es geht um eine „Umgestaltung“ unserer Demokratie. Sonderklagerechte für Investoren gegen Staaten, direkter Einfluss von Konzernen auf die Gesetzgebung sollen die Demokratie „marktkonform“ machen. Dies dürfen wir nicht hinnehmen.
Überall in Deutschland bilden sich breite Bündnisse, so in Memmingen/Unterallgäu, auch ein Bündnis wird gegründet in Sonthofen/Oberallgäu, www.bündnis-allgäu.de
Am 11. Oktober 2014 wird ein europaweiter Aktionstag gegen TTIP stattfinden!
Von mehr als 189 Organisationen wurde in 18 europäischen Ländern eine europäische Bürgerintitiative (EBI) auf den Weg gebracht. In 7 EU Ländern brauchen wir eine Million Unterschriften. Das alles wird voraussichtlich Mitte September starten.
Unterschreiben können Sie an unseren Infoständen in Memmingen – Freiheitsbrunnen jeden Samstag von 9:00 – 13:00 Uhr, In Mindelheim auf Infoständen und im Internet bei verschiedenen Organisationen: www.campact.de www.umweltinstitut.org www.attac.de
Weiteres für MM/Unterallgäu auf: www.stopp.ttip.info + www.facebook.com/stoppttip.mm

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

Widerstand gegen TBC-Zwangsimpfung

Seit 1997 galt das Allgäu als TBC-frei, bis im Herbst 2012 wieder ein TBC-Fall im Allgäu auftrat. Das Landratsamt ordnete daraufhin die schrittweise Reihenuntersuchung aller Rinderbestände an. Bis Juli 2014 wurden bei 72.300 getesteten Tieren 934 aus 220 Betrieben getötet. Einige Bauern weigern sich, ihre Kühe dem umstrittenen Test zu unterziehen. Durch die Applikation zweier Impfmittel in die Haut entscheidet der Tierarzt anhand der Hautdickenschwellung, ob Verdacht auf Tuberkulose besteht. Tatsächlich kann TBC jedoch einwandfrei erst am toten Tier nachgewiesen werden. Viele gesunde Kühe wurden unnötig gekeult. Mit einer friedlichen Veranstaltung wehrte sich Bauer Franz-Josef Kögel gegen die Zwangsmaßnahme auf seinem Hof. Lesen Sie hier seinen persönlichen Bericht   EdRay

Über 300 Gäste waren an diesem 14. Juli 2014 zu Besuch auf dem UR-Kraft-Bauernhof, um das Familienfest für die Tiere zu feiern. Die Einzigartigkeit dieser Feier wird schon daran deutlich, dass der angefallene Müll locker in eine Streichholzschachtel passte. Den Stellenwert der Feier haben wir mit unserem Festtagsgewand zum Ausdruck gebracht. Ein imposantes Bild.

Auch meine Kühe wussten von der Wichtigkeit dieses Tages. Normalerweise muss ich morgens die Kühe „wecken“ ,wenn ich sie zum Melken von der Weide hole. An diesem 14.07.2014 erwarten sie mich schon am Zaun, hoch erhobenen Hauptes, stehend im Halbkreis versammelt um das Weidetor und sie sagen:

„>Wir wissen Bescheid, wir sind bei Dir!“

Scharen von „Engeln“ versammeln sich im Laufe des Vormittags am Hof für die letzten Vorbereitungen: Wegweiser, Transparente und Lautsprecheranlage platzieren. Bänke, Tische und ganz wichtig – Klo-Wagen – aufbauen. Ein Gewusel, durchorganisiert wie im Bienenstock. Anspannung ist spürbar, doch niemand verfällt in Hektik.

Alles ist gerichtet. Rechtzeitig. Die ersten Gäste treffen ein, auch die Presseleute. Die wollen wissen, warum ich mich der Zwangstestung auf TBC widersetzte?

Dieser Test verstößt gegen alle meine ethischen und moralischen Prinzipien. Wie können

Menschen auf diesem Test bestehen? Ihn mit aller Gewalt durchsetzen wollen, obwohl sie wissen, wie ungenau er ist? Warum verweigert uns Herr Gottfried Mayrock, RD, Landratsamt Oberallgäu, die Herausgabe der Zahlen? Wieso übernehmen die anordnenden Personen keine Haftung für Schäden durch den Test? Sind diese Menschen wirklich so überzeugt von der Untersuchung auf TBC, wie sie uns glaubhaft machen wollen?

Jetzt habe ich mich gehörig im „Außen“ verstrickt, war wieder „außer mir“. Gedanklich reiche ich den Prügel, das Symbol von Gewalt, von Hand zu Hand. Alle verweigern sich diesem Prügel, der Gewalt. Wir übergeben sie dem Feuer des Friedens und genießen, wie dieses Friedensfeuer die Gewalt in Licht und Wärme, in Liebe verwandelt.

Wir sind dankbar für die Anordnung der Zwangsuntersuchung meiner Rinder auf TBC! Daraus ist die Idee geboren, dieses Familienfest für die Tiere zu machen. Und wir haben es: „fantastisch, gigantisch gut gemacht.

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ allen Mitmenschen, die sich an ihrem Platz an diesem Fest beteiligt haben. Tausende waren mit dem Herzen dabei, zum höchsten Wohle Aller.

Franz-Josef Kögel
UR-Kraft-Bauer, Leiterberg

Veröffentlicht unter Nr. 11 | 1 Kommentar

Warum natürlich Färben?

Naturfarben eine eigene und ganz individuelle Farbpalette, das heißt: nicht alle Naturfarbtöne können synthetisch hergestellt werden, und ebenso wenig findet jede synthetische Farbe ein Pendant in einer natürlichen Variante. Naturfarben sind also durchaus etwas besonderes. Von zarten Cremetönen über Gelb, Grün, Blau, Violett und Rot bis hin zu Grau sind zahlreiche Farbtöne und -nuancen möglich.

Die Top 3 der einheimischen Färberpflanzen

  • Färberkrapp (Rubia tinctorum) – aus dem Extrakt der Wurzel gewinnt man ein kräftiges Rot, aber auch zarte, erdige Rottöne
  • Reseda oder Färberwau (Reseda luteola L.) – meistgebrauchte Pflanze zum Färben von Gelb, Farbstoff befindet sich im oberirdischen Teil der Pflanze, Gewinnung eines zitronigen bis goldigen Gelb
  • Färberwaid (Isatis tinctoria L.) – aus den Blättern der Pflanze gewinnt man Indigo, es war über lange Zeit die einzige blaufärbende Pflanze in Europa

FAZIT: Das synthetische Färben hat die Sicht auf die Dinge und auch die Ansprüche verändert ganz nach dem Motto schneller, höher, mehr…doch brauchen wir wirklich eine unendliche Auswahl an Farben?
Erfahren Sie mehr zum Thema unter www.stadelmann-natur.de

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

Fahrrad: 1. „Critical Mass“ in Kempten

29 Radler zelebrierten die 1. „Critical Mass“ in Kempten (Juni 2014)

Mit strahlenden Gesichtern und einem permanenten Klingelkonzert rollte am 27. Juni 2014 die erste Critical Mass durch Kempten. Die 29 Teilnehmer waren ein bunter Haufen: Vom Kind, dass mit einer Anhängerstange gezogen wurde, bis zur Seniorin war radelnde Vielfalt geboten.
Auch aus der Öffentlichkeit bekam die Gruppe durchweg positive Resonanz. Die meisten Passanten grüßten und lächelten, viele jubelten den Radlern zu oder applaudierten sogar.
Das Resümee der Teilnehmer war eindeutig: Jeder war begeistert und möchte beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei sein.
Was bringt Teilnehmer zu einer Critical Mass?
Die teilnehmenden Radler wollen z.B. den innerstädtischen Verkehrsraum zurückerobern. Sie wollen einfach Spaß am Radfahren haben. Und sie wollen auch etwas in den Köpfen der Menschen bewegen. Critical Mass Teilnehmer engagieren sich mit dem Fahrrad fürs Fahrrad: www.criticalmasskempten.wordpress.com

 

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

Buchempfehlung: Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich

Dieses Buch berührt mein Herz ebenso wie meinen Verstand. Ein Buch für alle, die sich für eine schönere Welt einsetzen! Damit Heilung beginnen kann… Es ist liebevoll geschrieben, macht Mut. Zugleich benennt der Autor die Fallen und Selbsttäuschungen in unserer tagtäglichen Denkweise. Er tut dies nüchtern mit vielen Beispielen auch aus der eigenen Erfahrung. Den Grundannahmen einer „Welt der Trennung“ stellt er die Ausrichtung einer „Welt der Verbundenheit (Interbeing)“ gegenüber. Dabei zeigt er an persönlichen Geschichten, wie JedeR von uns mit einem Fuß in der alten Welt steckt und doch vieles tut, was auf eine neue Welt hinweist. Mir gefällt die Ehrlichkeit, mit der Charles Eisenstein die gängigen Gedankenmuster hinterfragt – auch die der alternativen, spirituellen, ökologischen oder sonstwie transformatorischen Bewegungen – und sich selbst dabei mittendrin zeigt. Es ist ein Buch, das den Schatten in uns selbst und in der Welt durchleuchtet mit Themen wie Verzweiflung, Zynismus, Wissenschaft, Klima, Gewalt. Und gleichzeitig ermutigt es, all die kleinen Dinge zu tun, die von Herzen kommen. In 35 Themen spannt sich so ein großer Bogen mit vielen gehbaren Schritten hinein in eine Welt des wechselseitigen Verbundenseins.

Ich habe viele ähnliche Bücher gelesen, und doch berührt mich dieses Buch in einer ganz besonderen Art. Weil vieles ausgesprochen wird, wofür ich bisher keine Sprache hatte. Weil nichts beschönigt wird und gleichzeitig Schönheit durchstrahlt.
Übrigens: das Leben des Autors UND die Entstehung des Buches sind eine Geschichte des Schenkens!! Leider ist die (kostenlose!) Übersetzung aus dem Amerikanischen möglicherweise etwas schnell gegangen: Viele Sätze sind arg lang geraten…
Gewidmet ist das Buch: „für die Bescheidenen, deren unsichtbare Entscheidungen die Welt heilen“.

Meret E. Windele

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

Der Baldrian – eine Wasserscheidepflanze

3. Fortsetzung der „Pflanzenbriefe“ von Bernhard Hummel

Es ist schon ein Allerweltskerl, unser Baldrian. Wir wollen ihn fortan den „Heil-Baldrian“ nennen, also Valeriana officinalis. Von ca. 340 Arten ist er allein schon mit 170 vertreten. Wir treffen ihn am Fuße des Himalaja genauso wie in Südamerika und allen weiteren Kontinenten. Nur eines ist auffällig: er sucht stets Randgebiete auf. Er will es immer feucht haben am Fuß. So sind seine Standorte hauptsächlich Uferbereiche, auch Gräben oder Traufbereiche von Wäldern, also stets Grenzzonen von unterschiedlichen Biotopen.
Seine enorme Heilkraft brachte ihm in früheren Zeiten die Beinamen „guérit tout“ im Französischen und „all heal“ im Englischen ein. Er ist, wie eigentlich alle Heilpflanzen, viel zu wertvoll, um ihn auf seine chemisch-arzneilichen Wirkstoffe zu reduzieren. Solches kann man heutzutage erfolgreich in jeden Suchdienst eingeben. Wir wollen ihn, um ihm annähernd gerecht zu werden, einmal in seiner ganzen Lebensentwicklung verfolgen.

Der Baldrian vollendet seine Gestalt in einem zweijährigen Rhythmus, kann aber unter günstigen Bedingungen sogar Mehrjährigkeit erlangen. Der Samen fällt im August des zweiten Jahres auf den schon leicht schattigen Wiesengrund, der von Weiden, Erlen und anderen uferliebenden, bachbegleitenden Pflanzen überwachsen ist. Das heißt er fällt nicht, er wird, mit einem zarten Schirmchen ausgestattet, durch die luftig warmen Winde weggetragen. Er ist dann aber mit ungefähr weiteren tausendfünfhundert aus einer Pflanze unterwegs. Alsbald an günstiger Stelle keimt er. Er tut das aber auf eine seltsame Art und Weise: Es bildet sich zunächst eine winzige ringförmige Gestalt, die überraschenderweise keine Keimwurzel bildet, wie das im gesamten Pflanzenreich ansonsten üblich ist. Welch tiefes Vertrauen zu ihrer Mutter Erde muss diese Pflanze haben. Sie hat von Anfang an die Ruhe weg. Ob er die Keimwurzel noch im gleichen Jahr ausbildet, hängt von den Imponderabilien des weiteren Jahreslaufes ab. Meist aber überwintert er in dieser, sagen wir „pränatalen“ Form. Jedenfalls sprießen sie an der Innenseite des winzigen Ringes, während sich an der Außenseite erste Keimblätter ausgestalten. So ruht das Gebilde unter dem Schnee, geduldig dem zeitigen Frühjahr entgegen, entpuppt sich bereits jetzt schon als wahrer Überlebenskünstler. Ist seine Zeit dann gekommen, erkennen wir eine kleine Rosette tief an die Erde geschmiegt, als wollte sie sagen:”Nun nimm mich auf in deinen Schoß, Mutter, ich war doch lange Zeit mutig genug”! Und tatsächlich, es folgt ein enormer Wachstumsschub, der in einen chaotisch zu nennenden Blätterwust hinein schießt, in dem keinerlei Ordnung zu erkennen ist. Lange bleibt dieser als Rosette an der Erde haften:”Jetzt sind wir eins, ich verlasse dich nicht mehr”! Diese saugt sich wiederum an der Pflanze förmlich fest, bietet ihrer fleischigen Wurzel mächtig viel Raum bis in große Tiefen. Zum Herbst hin hat sich so ein richtig ungezogener, wilder Pflanzenschopf entwickelt, der früh vergilbt und von der Erde bzw. Wurzel gleichsam aufgenommen wird. Die Wurzel jedoch bildet nichts hartes, festes, sondern in allen Teilen bleibt sie weich, zäh und lufterfüllt.

Welch eine Verwandlung aber im zweiten Jahr: Aus der verschwundenen, wild gewachsenen Rosette erhebt sich aus ihrer Mitte heraus sehr schnell ein manchmal übermannshoher senkrechter, hohler Trieb. An den zusammengezogenen Knoten bildet er wohlgeordnete, kreuzweise gegenständige Blattpaare. Vier bis fünf solcher Knoten genügen der Pflanze vollkommen, um ihre überragende Größe zu erreichen. Der Leittrieb bleibt bis ganz oben hin dominant, wenngleich ab dem dritten Nodium sich unbeblätterte Seitentriebe angliedern können, vom Haupttrieb wenig abgespreitzt. Erst am Ende des nächsthöheren Knotens stülpen sie die typischen Scheindolden aus. Alle Triebe enden in den zu „Schirmchen“ gestauten Trugdolden. Sie setzen sich aus einer Fülle wolkig-luftiger Blütlein zusammen und vollenden dergestalt das ganze Gebilde. So entringt diese Pflanze der Erde ein luftiges Element, dem sie sich anvertraut. Doch eine weitere Besonderheit tritt auf. Die Blüte umgibt ein zart süßlicher Duft, der in den Laubblättern schon ins bitter-süßliche geht, während die Wurzel unangenehmes katzenurinartiges Aroma verströmt. Es ist wirklich ein, wie Goethe die Pflanzen in seiner Metamorphosen-Lehre nennt: sinnlich-übersinnliches Wesen, wie sie schrittweise in der physisch-räumlichen Welt erscheint, Erdenstoffe und Erdenkräfte ergreift, sie niemals verrät, um diese schlussendlich zu überwinden. Das genau ist ihr Wesen, das allein macht dieses Wesen aus. Ich möchte das nennen: ein geistig-schöpferisches Naturereignis!Ist es verwunderlich, dass ein solches Wesen schon allein aus der Betrachtung heraus eine tiefe Beruhigung ausströmt? Aus allem wirren, ja chaotischen Entwicklungsbeginn, ihrer mannhaften Aufrichte, die jedem Sturm standhält und die sphärisch-beschützenden Schirme, dürfen wir Heilkräfte schöpfen.
Und so ist es nun auch nicht verwunderlich, dass diese Pflanze gerade dort ihre Heilkraft entfaltet, wo tiefe innere Ruhe einkehren soll, wo nervöses Ungleichgewicht entspannt werden soll, die Nerven, wie wir so schön sagen, “blankliegen”, sorgt sie für Hülle und Wärme. So wollte ich versuchen aus einer Art Gestalttherapie dieser so schönen Pflanze zu ihrem Recht zu verhelfen.

Als Bild will ich jetzt diese Rand-ich nenne sie auch Wasserscheide-Pflanze – unserem äußeren Planeten zuordnen, dem Saturn. Er hält das klassische Planetensystem zusammen. Er wiederholt sogar als Abbild in der sogenannten Cassini-Teilung seiner Ringe die Trennung der untersonnigen und obersonnigen Bruderplaneten. Wir kennen sogar Baumgestalten, die ähnlich dem Triebgesetz des Baldrian im zweiten Jahr, sich darleben und erst nach einem Umlauf des Saturn um die Sonne, also nach 30 Jahren, fruchten können: die Fichten und Tannen.
Vielleicht sind diese Erkenntnisse nicht für jeden aufklärerisch Denkenden so ohne weiteres nachvollziehbar, werden bisweilen ins Phantastische, gar Absurde abgestempelt werden. Für einen praktizierenden Landwirt, der sich solchen Denkansätzen übend hingibt, fängt Gott eben nicht erst hinter dem Mond an, wie ein solches Weltverständnis von einigen besonderen Vertretern unserer Spezies uns glauben machen wollen.

In der Landwirtschaft, wie sie von Rudolf Steiner inauguriert ist, spielt der Baldrian eine wichtige Rolle. Er findet als wärmendes Hautorgan Verwendung. Seine winzigen Blüten werden so stark gepresst, dass sie einen Saft entlassen. Dieser Pflanzensaft wird unter Luftabschluss milchsauer vergoren und danach teelöffelweise in lauwarmem Wasser verrührt. Diese Wunderflüssigkeit wird nun über fertig präparierte Komposte ausgebracht, um ihnen eine Haut zu geben. Vor allem wirken Spritzungen in Obstgärten vor rauhen Frühlingsnächten, um den Frost aus den Blüten fernzuhalten. Hat man doch festgestellt, dass der Baldrian ein Pflanzenkind der Wärme ist und so die Umgebungstemperatur bis zu fünf Grad anheben kann.

Die vielen, vielen Wirkstoffe, die im Baldrian erforscht wurden, habe ich in dieser Beschreibung bewusst weggelassen. Erstens sind es wirklich viele und zweitens tragen sie rein naturwissenschaftlich zum geistig-schöpferischen Naturereignis, zum lebendigen Vorgang Baldrian nicht viel bei. Solches kann der heutige Google- Mensch sich an jedem PC besorgen. Um mit Goethe zu schließen: “…fehlt leider nur das geistig Band.“ Ob es dieser Versuch ein wenig flechten konnte, will ich dem geneigten Leser selbst überlassen. Jetzt sind ja bereits seit dem NACHHALTIGEN ALLGÄU Nr. 7 schon drei Pflanzenbriefe erschienen. Wer sie alle nachlesen möchte, kann das auf meiner Homepage hummelhof.wordpress.com gerne nachholen. Ich danke wiederum für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit und verbleibe freundlichst

Ihr Bernhard Hummel

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

„Herrschaftszeiten“

Etwas Gutes bewirken zu können – mit dieser Annahme studierte ich Sozialpädagogik. Nach meinem Abschluss stehe ich nun vor der Stellenwahl und zweifle, ob das ein Sozialarbeiter wirklich kann.

Sicherlich kann ich in jedem Bereich einzelne Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme unterstützen, (z. B. Schuldnerberatung) aber dafür, große Herrschaftsstrukturen zu verändern, werden keine Stellen angeboten. Gerade diese Machtstrukturen sorgen aber für einen Großteil sozialer Probleme.

Z. B. wird es im jetzigen Geldsystem immer Armut und Reichtum geben. Menschen, die dem Geld hinterherrennen müssen wie in einem Hamsterrad, gehören zum System.
Arbeite ich als Sozialarbeiter also nicht sogar der Ungleichheit zu? Arbeite ich für eine Kultur, die sich offensichtlich ökologisch, ökonomisch und sozial in einer Sackgasse verfängt?

Um diesen Widerspruch annähernd zu klären, organisierte ich einen Vortrag mit Diskussion an meiner ehemaligen Ausbildungsstelle. Darin werden wir uns auch erlauben, zu fragen, ob ein gutes Leben ohne Herrschaft funktionieren kann.
Interessiert? Hiermit lade Allgäuerin dazu ein. Eintritt frei.

Raimund Koch Tel: 08378 923090
Herrschaftszeiten
Vortrag und Diskussion
„Soziale Arbeit als Teil eines Herrschaftssystems“
Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19.30 Uhr
im Audimax der KSFH München –
Abteilung Benediktbeuern,
Don-Bosco-Str. 1,
83671 Benediktbeuern

Referent: Bernd Hercksen,
Autor des Buchs: „Vom Urpatriarchat zum globalen Crash? Der Aufstieg einer verkehrten Welt und die Suche nach der richtigen“ (Shaker Media, 2010)
Veranstalter: ASTA (Studierendenkonvent).
Ausdrücklich nicht Veranstalter ist die KSFH

Veröffentlicht unter Nr. 11 | 2 Kommentare

Zwei Klinik-Clowns neu im Allgäu

Seit April 2014 gibt es im Allgäu zwei neue Klinikclowns.  Pepsi oder Lavendel nannte Angelika Schützinger sich bei kleinen und kleinsten Patienten in der Kinderklinik in Tübingen, wo sie mehr als 15 Jahre regelmäßige Clowneinsätze ausführte mit den Clowns im Dienst e.V.

Als ‚Lavendel‘ beglückte die Dipl. Sozialpädagogin und Heilpraktikerin in Psychotherapie die Bewohner und Bewohnerinnen in Pflegeheimen rund um Reutlingen. Hier im Allgäu möchte sie als Angeli zusammen mit ihrem Ehemann, der sich in seiner Clownausbildung den Namen Angelo zugelegt hat, ihre Arbeit in Pflegeheimen wieder aufnehmen.

Für dieses Highlight suchen die beiden Clowns Sponsoren, die solche Besuche möglich machen und Einrichtungen, wo sie Menschen mit ihrem Lachen und Humor anstecken.

So können „Angeli“ und „Angelo“ weiterhin durch die Gänge wandeln und vorsichtig an Türen klopfen. „Dürfen wir reinkommen?“, fragen sie und strecken ihre Köpfe mit Hut und wippender Blume ins Zimmer. Dann tasten sie sich vorsichtig heran an den Menschen, ganz individuell und so, als hätten die Clowns alle Zeit der Welt. Da wird gesungen, getanzt und geplaudert, Seifenblasen schweben schillernd durch das Zimmer und verzaubern die Welt.

Überall ernten die beiden tollpatschigen Paradiesvögel mit ihren bunten Gewändern und geheimnisvollen Koffern Lachen und Lächeln. Ihre Kunst ist es, die Alltagswelt auszublenden und in eine Welt einzutauchen, die voll ist von Kreativität und Möglichkeiten. Und in genau diese fabelhafte Welt nehmen die Clowns ihre neu gewonnenen Freunde mit. Lange nachdem sich die Clowns verabschiedet haben, dringt noch aus manchem Zimmer oder Wohnbereich eine Melodie, die sich heute besonders eingeprägt hat. Wer sich selbst einmal als Clown erleben möchte, kann sich bei einem

Clownworkshop mit Angeli und Angelo anmelden:   Tel: 08320/ 6739008

Termin am 8.November 2014
in Missen im Allgäu

Info unter : www.angelschütz.de
oder www.Clowns-im-Dienst.de


Mehr über unsere Clownphilosophie:

Das Spiel eines Clowns kann die Sorgen und Ängste spiegeln, die unter der Oberfläche schlummern. Durch seine Ungeschicklichkeit kann der Clown ein Lachen auslösen, und sei es nur als eine Entladung der aufgestauten Spannung.  Es ist die absolute Menschlichkeit und Unbefangenheit eines Clowns und sein Eingestehen der eigenen Ängste und Vorstellungen, das ihn so zum Grenzgänger prädestiniert, zum Grenzgänger zwischen den Normen, den Hierarchien und nicht zuletzt zwischen dem Leben und dem Sterben.

„Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut, es zu zeigen“, mit diesem Zitat von Charlie Rivel ermutige ich die Teilnehmer in Clownworkshops.

Die Basis für das Clown-Sein ist die Akzeptanz der eigenen Schwächen und das humorvolle Umgehen damit. Erst dann kann eine Interaktion zwischen Clown und Patient entstehen, der diesen vielleicht zum Nachdenken über den Umgang mit den eigenen Unzulänglichkeiten anregt.

So kannst Du mit einer humorvollen Lebenseinstellung, verbunden mit einer gehörigen Portion Empathie, mit oder ohne rote Nase, mehr Lachen in die Welt zaubern.

 

 

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

Programm-Highlights „Eine Welt Festival“ Rapunzel

40 Jahre Rapunzel Naturkost – das muss gefeiert werden!

So findet am 20. – 21. September 2014 in Legau im Allgäu das zwölfte legendäre Rapunzel Eine Welt Festival statt.
Ob Kunst, Kulinarik oder Kinderprogramm – hier findet jeder etwas für seinen Geschmack. Und bei Musik und Marktständen kommen auch Rhythmus-Liebhaber und Öko-Shopping-Fans auf ihre Kosten.

Talkrunde 40 Jahre Bio-Bewegung:
Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Eine Standortbestimmung

Rapunzel Gründer Joseph Wilhelm trifft auf die ehemalige Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, auf Vegankoch Attila Hildmann und weitere spannende Gäste. Das Publikum darf sich schon jetzt darauf freuen, wenn am Samstagabend des Festivals Bio-(Zwischen)Bilanz gezogen wird. Als Herzstück der Feier zum 40. Geburtstag von Rapunzel treffen hier junge Bio-Anhänger auf Pioniere der grünen Bewegung.

 

Front Cooking mit Vegankoch Attila Hildmann

Der angesagte Jung-Koch aus Berlin steht für eine vegane Küche, die Wert auf Vielfalt legt. Bei seinen Rezeptideen steht Gesundheit, Fitness und Genuss im Fokus statt Verzicht und Ersatz. Aber vor allem soll seine Küche undogmatisch sein, denn: JEDES (vegane) Essen zählt – für unsere Gesundheit, für Tier und Umwelt. Auf der Festival Kochbühne zeigt er seine Kreationen und Kniffe live.

 

Kabarett „Weiberpower Pur!“
mit Sissi Perlinger, Lisa Fitz und Patrizia Moresco

Den krönenden Abschluss des Festivals bilden am Sonntag Abend drei der etabliertesten deutschen Kabarett- und Comedy-Frauen. Für nur wenige Shows schmeißen die Drei all ihren Witz und ihr Können zusammen. Alle drei vereint zeigen Weiberpower pur auf der Bühne – Unterhaltung vom feinsten mit sprühendem Esprit und beißendem Witz.

Die Tickets für diese Sonderveranstaltung kosten im Vorverkauf 25 € und an der Abendkasse 28 €.

 

Balkan Speed Brass Konzert mit Fanfara Kalashnikov

Nachdem diese Band bereits 2012 alle Besucher im Rapunzel Zelt von den Stühlen gerissen hat, sorgt sie mit ihrem Speed Brass im Balkan-Orient-Stil mit starken Einflüssen aus Jazz, Rock und Funk abermals für ausgelassene Party-Stimmung. Ob zu Gast bei „Inas Nacht“, im Vorprogramm von Seed oder auf Festivals wie dem berüchtigten Wacken Open Air – immer begeistern sie ihr Publikum.

 

cube noir — Kulinarische Fuhrung im Dunkelzelt und Farbenpracht

Genuss, Achtsamkeit und Intensität mitten im Festivalgeschehen: Was geschieht, wenn die Augen einmal nicht „mitessen“? Im Erfahrungsraum absoluter Dunkelheit öffnen sich alle Sinne und der Besucher erlebt sich und seine Umwelt ganz neu.

Live-Klänge runden das feinsinnige Erlebnis ab. Danach sehen Sie Farben und Mitmenschen im Hellen mit ganz neuen Augen, dort erwartet Sie eine Überraschung am runden Maltisch …

 

Der Bauer und sein Prinz (2013) – Kinofilm von und mit Regisseur

Bertram Verhaag und Bernward Geier

Mit poetischen Bildern werden wir in diesem Dokumentarfilm nach Südengland auf die ökologische Farm von Prinz Charles entführt. Bereits seit 30 Jahren setzt der „Öko-Prinz“ zusammen mit seinem engagierten Farm-Manager erfolgreichseine Vision von einer nachhaltigen Landwirtschaft um. Ihre Farm hat Vorbildcharakter in ganz Großbritannien. Nach diesem Film muss der Zuschauer eventuell einige Vorurteile über den Prinzen revidieren.

 

Vortrag von Bienen-Professor Dr. Jurgen Tautz:
Honigbienen – Die Bestäuber der Welt

Honigbienen spielen in der Natur durch ihre Bestäubung von Blütenpflanzen eine nachhaltig gestaltende und erhaltende Rolle. Ihre überragende Dominanz verdanken sie Schlüsseleigenschaften, für die ein Vergleich des Superorganismus Bienenvolk mit denen einer anderen höchst erfolgreichen Tiergruppe erstaunliches zu Tage fördert: Der Staat der Honigbienen besitzt Eigenschaften von Säugetieren. Im Vortrag werden die Eigenschaften der Bienenkolonien näher beleuchtet.

 

Die Pippi Langstrumpfs des Kinderporgramms:
Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme

Tanzen, hüpfen, schütteln, Spaß haben! Rodscha und Tom sind seit über 15 Jahren dicke Freunde und diese Verbundenheit spürt man in ihrer Musik. Bei der Arbeit mit Kindern leben sie auf. Denn wenn Rodscha und Tom sich selbst beschreiben sollen, dann hört sich das so an: „Brasilien und Pippi Langstrumpf“. Brasilien für Feuer, Lebensfreude und Ausdruckskraft. Und Pippi Langstrumpf für mutig, tapfer, stark und eben…anders.

 

Vortrag von Benny Haerlin (Zukunftsstiftung Landwirtschaft):
2000m2 – ein Jahr – ein Mensch – ein Acker

Wenn von Welternährung die Rede ist, geht es um große Zahlen: Wie können sieben, bald neun, Milliarden Menschen ernährt werden? Teilt man die Ackerfläche dieser Welt durch ihre Bewohner, kommt auf jede/n von uns ein Fünftel Hektar – 2000m². Davon lässt es sich gut leben. Aber können wir uns auch noch „Bio“-Sprit und -Gas, 50% Lebensmittelverschwendung und Billigfleisch ohne Ende leisten?

 

Der One World Award 2014:
Vorstellung der Gewinner & deren Projekte

Am Vorabend des Festivals wird bei Rapunzel der One World Award verliehen. Dieser zeichnet Menschen und Projekte aus, die der Globalisierung eine positive Dimension geben und dabei an den drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Soziales und konomie – orientiert sind.

Nutzen Sie die Gelegenheit, in diesem Vortrag die sechs Gewinner 2014 und ihr beeindruckendes Engagement kennenzulernen.

Alternativer Markt mit über 120 Ausstellern

Die Festival-Messe hat Tradition und lädt dieses Jahr mit so vielen Ständen wie nie zum Stöbern und Entdecken ein. Die Bandbreite des Angebots reicht von Kunst und Handwerk über Öko-Kleidung bis zu Bio-Lebensmitteln und Naturkosmetik. Doch auch tolle grüne Ideen für alle anderen Lebensbereiche finden sich auf dem Markt – zum Beispiel Naturmöbel, Speicheröfen oder Öko-Brotzeitboxen. In der langen Einkaufsnacht am Samstag ist der Markt bis 22 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen und genaue Zeiten unter www.rapunzel.de/festival

Veröffentlicht unter Nr. 11 | Hinterlasse einen Kommentar

40 Jahre Bio aus Liebe – „Eine Welt Festival“

Rapunzel feiert auf dem „Eine Welt Festival“ in Legau

40 Jahre Rapunzel Naturkost – ein Grund zu feiern! Was liegt da näher als ein großes Eine Welt Festival. Feiern sie mit: am 20. und 21. September 2014 in Legau.

Musik, Vorträge, Markt und vieles mehr

Was erwartet Sie auf dem zwölften legendären Rapunzel Festival? 2010 lockte das bunte Programm 20.000 Besucher aus aller Welt in die kleine Marktgemeinde an der Iller. Da kommt fröhliches Multikulti-Feeling und Feierstimmung auf. Die Bilder dieser Seite sind von „damals“.

Der bunte Markt mit knapp 100 Ausstellern bietet ein breites Sortiment, von Bio-Produkten über Kunsthandwerk, von gesunden Leckereien bis hin zu ökologischer Kleidung und Kosmetik. Am Samstag darf in der langen Einkaufsnacht bis 22 Uhr gebummelt und gestöbert, entdeckt und eingekauft werden.

Auf einer Kochbühne präsentieren bekannte Köche ihre Künste: unter anderem kreiert der angesagte Vegan-Koch Attila Hildmann leckere Veggie-Genüsse. Und das magisch-vegetarische Allround-Talent Astrid Gloria zaubert, kocht und singt auch noch dabei.

Kein Rapunzel Festival ohne Musik: Ob Weltmusik, jazzige Töne oder fetziger Sound zum Abtanzen, ob Balkan Speed Brass mit Fanfara Kalashnikov oder eher leise Töne. Und bei Weiberpower pur! strapazieren drei der renommiertesten deutschen Kabarettistinnen, Sissi Perlinger, Lisa Fitz und Patrizia Moreno, Ihre Lachmuskeln.

Nicht nur die Kleinen freuen sich über die frechen Lieder von Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme. Ein vielseitiges Kinderprogramm, von der etwas anderen Tiershow bis zum Kettenkarussell, begeistert kleine und große Besucher.

Im kulinarischen Dunkelzelt entdecken Sie mit allen Sinnen. Und in einer Talkrunde erleben Sie einen Streifzug durch 40 Jahre Naturkostgeschichte. Vorträge rund um Bio, Ernährung und nachhaltiges Leben laden dazu ein, mehr zu erfahren.

Und natürlich können Sie Rapunzel näher kennen lernen: Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und besichtigen Sie die Produktion. Viele der Rohstoff-Lieferanten stellen ihre Arbeit vor. So werden auch viele HAND-IN-HAND-Partner aus aller Welt kommen.

Es darf also das ganze Wochenende gefeiert, getanzt, geschlemmt und Neues entdeckt werden. 

Begonnen hat alles ganz klein.

Rapunzel Naturkost begann ganz klein mit einer Idee. Mit der Idee und dem Bedürfnis, einfach, gesund und selbstbestimmt zu leben. Und das in einer Zeit, in der die Industrialisierung der Landwirtschaft rasend schnell voranging.

Vor 40 Jahren gab es noch kaum Bioläden, geschweige denn Bio-Supermärkte. Also bauten die Gründer Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen zusammen mit Gleichgesinnten auf einem alten Bauernhof Gemüse an, buken Holzofenbrot und stellten die ersten eigenen Produkte  her. Was mit einer alternativen Selbstversorger Gemeinschaft und kleinem Bioladen in Augsburg begann, ist in den vergangenen 40 Jahren zu einem international agierenden Unternehmen gewachsen.

Heute wird das Müsli nicht mehr in der legendären Badewanne auf einem Bauernhof gemischt, sondern die 100% biologischen Zutaten werden schonend im Müslimischer zu den bekannten Müslis und Breien vermengt.

Inzwischen ist Rapunzel Naturkost einer der führenden Bio-Hersteller in Europa mit ca. 350 Mitarbeitern. Die Idee ist jedoch stets die gleiche geblieben: kontrolliert biologische, naturbelassene und vegetarische Lebensmittel herzustellen.

Anz Festival Nachhaltiges Allgäu A5 04-2014.indd

Veröffentlicht unter Nr. 10 | 2 Kommentare