Leben im Rhythmus der Natur: Nach-Winterzeit

Heilkräfte der Wildkräuter des Frühlings nutzen
Kräuterkundige wissen, dass Heilkräuter in der Zeit wachsen, in der wir sie am meisten brauchen. In jeder Jahreszeit zeigen sich typische Erkrankungen. Dafür präsentiert uns die Natur wiederum die passenden Heilkräuter.
Die lange, licht- und meist sonnenarme Winterzeit entlässt uns oft mit einem Mangel an Energie und Vitalität, Schwermut, geschwächten Widerstandskräften, hartnäckigem Husten und unnötigen Schlacken. Die ersten zarten Blättchen und Triebe der Wildpflanzen, die jetzt schon im zeitigen Frühjahr manchmal aus dem Schnee heraus austreiben, sind unglaublich kräftig und zäh, wie Huflattich und Pestwurz, pestwurzsie widerstehen problemlos den wiederholten Kälteeinbrüchen mit Schnee und Eis in dieser Übergangszeit. Sie übertragen diese Widerstandskräfte auch auf uns Menschen. Gleichzeitig schmecken manche aber auch süß, wie Schlüsselblume, Gänseblümchen und die sonnigen Löwenzahnblütenblätter, haben ein sonniges Gemüt und sind gute Kinderpflanzen.
Die Schlüsselblumen bereiten den Organismus vor und öffenen ihn den energieliefernden Pflanzenkräften für das gesamte beginnende Pflanzenjahr. Mindestens eine Handvoll sollte einieder jedes Jahr davon frisch verwenden, z. B. im Salat oder im Tee.

Huflattich ist ein sehr wirksames Kraut gegen den hartnäckigen Husten in dieser Zeit. Die leuchtend gelbe Blüte erscheint lange vor den Blättern, die kleinen Schuppen am Blütenstiel schützen ihn gegen den Frost.
Mit den jungen Trieben und Blättern von Brennnessel, Schafgarbe, Gundermann, Löwenzahn und Wegerich schenkt uns der Frühling stärkende, blutreinigende, abwehrsteigernde, entgiftende, verdauungs- und stoffwechselfördernde und antibakterielle Heilpflanzen in Hülle und Fülle. Alle enthalten viel Chlorophyll, das wertvolle Blattgrün, das wie reine Lichtkraft wirkt und unseren Wintermangel auffüllt. Wir brauchen nur zugreifen und uns ein wenig über die Zubereitung als Nahrungsmittel oder zum Heilmittel informieren. Das Chlorophyll lässt sich hervorragend im Smoothy oder Gründrink verwertbar machen.
Alle Frühlingsblüher schenken besonders älteren Menschen neue Vitalität und wirken verjüngend! Ganz besonders die feurigen Frühlingspflanzen wie Brennessel, Bärlauch und Brunnenkresse sind stark erwärmend und deshalb enorme Energielieferanten. Denn im Alter erstarrt und erkaltet der Mensch mehr und mehr.
Die Gründonnerstagssuppe (Neun-Kräuter-Suppe) mit neunerlei verjüngenden, grünen Frühlingskräutern wird als Kultspeise gegessen. Z.B. Bärlauch, Gundermann, Gänseblümchen, Brennessel, Giersch, Vogelmiere, Löwenzahn, Wiesenkerbel. Der Volksglaube sagt, dass wer sie am Gründonnerstag isst, bleibt das ganze Jahr gesund.

Ich stelle Ihnen hier einige Wildkräuter vor, die jeder kennt und die wir jetzt im Frühjahr finden:

Bärlauch: Inhalt: Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker.
Bestes Mittel bei Artherienverkalkung, putzt Darmschleimhaut durch. Mächtiger Blutreiniger, hilft bei Bluthochdruck, Gefäß bedingten Kopf-schmerzen und als Nieren- und Darmmittel; hilft Schwermetalle auszuleiten.
Sein Wesen: Expansionskraft, Macht und Tatendrang.

Brennessel: Inhaltsstoffe: Eisen, Chlorophyll nimmt Lichtenergie auf, als Grundvoraussetzung für die Speicherung von Sonnenenergie und der Sauerstoffaufnahme im Blut; mine-ralische Spu-renelemente wie Magnesium, Natrium, Kalium, Kieselsäure, Calcium und
Phosphor; Gerbsäure, Stärkemehel, Vitamin A und das Sog. Nesselgift Sie ist das größte Blutreinigungs- und Blutverbesserungsmittel das es gibt. Sie wirkt entwässernd und hilft somit bei allen Harnwegserkrankungen und ist gut bei Neieren- und Blasenproblemen. Die Brennessel stärkt die Milz, ist zell- und stoffwechselverbessernd, revitalisierend, entgiftend und schützt vor freien Radikalen. Sie lenkt den Blutzuckerspiegel und gilft bei Niedergeschlagenheit und Übermüdung. Daher soll sie wichtigster Bestandteil jeder Frühjahrskur sein. Sie entspricht dem Planeten Mars. Die Wesenskräfte der Brennessel sind: Wille, Selbstüberwindung und Aggression (die wenn unausgerichtet pure Lebensenergie ist). Sie kann helfen, mich selbst wieder zu finden!

wildkräuterBrunnenkresse: Inhaltsstoffe: Senföle, Kaliumnitrat, Eisen, Arsen und vor allem Jod; Vitamin A, C und D. Seine Schärfe ist wie ein Schwert, das die Zähheit trennt, dass der Körper den Müll abtransportieren kann. Brunnenkresse ist Blutreinigend und blutverbessernd, magenstärkend, harntreibend und regt die Magensäfte an. Sie wirkt stark schleimlösend. Ihre zahlreichen Mineralien beeinflussen den Stoffwechsen positiv und regen das Drüsensystem an. Wegen des hohen Vitamin C-Gehaltes am besten frisch verwenden. Wegen ihres hohen Gehalts an Senfölen nicht überdosieren! Kein Wert im getrockneten Zustand.

Gänseblümchen: Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe, Harz, äth. Öl, Zucker, Schleim, Eiweiß, Bitterstoff, verschiedene Säuren (Apfel-, Wein-, Essig-, u. Oxalsäure), und ein fettes Öl. Das Gänseblümchen wirkt auflösend, kühlend, zerteilend, leicht abführend, schmerz-und krampfstillend, stärkend und stoffwechselanregend und blutreinigend. Es hat ein kindliches, sonniges Gemüt und wirkt sehr sanft, deshalb lieben es die Kinder. Es wird auch als die kleine Arnika bezeichnet, da es hilft, Traumata zu lösen – Prellungen und Schocks zu lindern. Wenn man auf das Gänseblümchen tritt, dann steht es wieder auf. Die Wesenskräfte des Gänseblümchens sind: Unberührtheit, Unschuld, Unversehrtheit und Kindlichkeit. Es entspricht der Venus.

Alle Pflanzen mit gelben Blüten enthalten Sonnenkraft.

Löwenzahn: Inhaltsstoffe: Cholin, Bitterstoffe, Stärke, Saponine, Fett, Enzyme, Wachs, Schleim, Kautschuk, Inulin, Lävulin und Taraxin. Mineralien: Kalium, Calcium, Mangan, Natrium, Kieselsäure; Schwefel. Die jungen Blätter enthalten viel Vitamin C, deshalb frisch verwenden. Am besten ist es, die gelben Blütenblätter mit ihrem sonnigen Gemüt zu verwenden (Gelee).
Er verbessert den gesamten Stoffwechsel, wirkt blutreinigend und hilft bei Gicht und Rheumatismus, Hautekzemen, Alterserscheinungen, Darmträgheit, Diabetes und Appetitlosigkeit. Heilende Wirkung v.a. Für Leber und Galle. Der Löwenzahn gibt uns Power, dass wir unsere Sache umsetzen können. Die Pfahlwurzel bringt O2 in Boden (wie Ampfer) bricht Verhärtungen auf (wächst durch Teer, Terrassenplatten…)
Das Wesen des Löwenzahns ist Wandlung, Anpassungsfähigkeit, Fliessen, Wärme und Lebenskraft.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Sammeln und zubereiten! Wenn Sie Fragen zu Wildkräutern haben, sich weiter informieren wollen oder Lust auf eine Kräuterwanderung oder einen Kräuterworkshop, dann lade ich Sie auf meine Homepage zum Stöbern ein. Hier finden Sie auch meine Angebote und meine Telefonnummer. Gerne beantworte ich Ihre Fragen!

Gabriele Dohndorf-Metschgabriele-dohndorf
Immenstadt
im südlichen Oberallgäu www.wildkraeuterfrau.eu
gabriele@dohndorf.de

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