Auf der Suche nach dem authentischen, lebendig praktizierten Allgäuer Heil- und Kräuterwissen

Aufruf zu Be-Wahrung und Schutz der traditionellen Heil- und Kräuterkunde im Allgäu
„Weißt, im Allgäu habt ihr noch ein beseeltes Heil- und Kräuterwissen“, sagte vor vielen Jahren eine kräuterinteressierte Frau zu mir. Ich habe damals nur erahnt, was sie damit sagen wollte.

Als „Verein Allgäuer Kräuterland“ haben wir bereits bei der Gründung vor 13 Jahren in unserer Satzung festgelegt, diesen alten und wertvollen Wissensschatz zu wahren und zu bewahren. Die Menschen haben über Jahrhunderte auf die heilsamen Kräfte der Natur und der Kräuter vertraut. Nur was wirklich wirksam war, wurde weitergegeben von Generation zu Generation. Wir möchten dieses regionale Kräuterwissen sammeln, schützen und vor dem Vergessen bewahren.

Heute, nachdem der 1. Allgäuer Wildkräuter­kongress in mir tief nachgewirkt hat, merke ich, wie recht sie hatte mit ihrem Satz. Das Allgäu mit seinen Bergen und verwinkelten Tälern war immer schon eine besondere Region. Dort wurde und wird bis in die heutige Zeit das An­wenden der Kräuterheilkunde und das Gesundbeten in den Familien praktiziert und Alltags­magie gewirkt – ganz im „ui´fache“. Sei es „a Salbe zum ei´reibe´“ für die Familie oder fürs Vieh, das Einreiben der Warzen am Freitag nach Vollmond mit einem Apfel…, der erste Wildkräutersalat, den es immer am Gründonnerstag gibt, oder das Brandlöschen bei Verbrennungen, es geschieht selbstverständlich und ganz natürlich.
Doch die Zeiten ändern sich. Der „Lebensfaden“ dieses alten Wissens wird dünn und dün­ner. Die Menschen, die dieses Wissen in sich tragen, sind nicht mehr die Jüngsten, und man­che sind bereits von uns gegangen. Die moder­ne Medizin läßt uns glauben, daß die Kräuterheilkunde wenig wirksam ist, oder daß sie vordergründig überflüssig ge­worden ist. Dieser Meinung sind wir nicht. Aus unserer Sicht ist es eine „Kunde vom Heil“, die vom Volk durch persönliche Erfahrungen entstanden ist. Das bedarf eines besonderen Schutzes und der Be-Achtung in unserer heutigen Zeit. Das sehen wir in unserem Verein als eine wichtige und zentrale Aufgabe.

Helfen Sie uns bitte dabei!

Wer von Ihnen/Euch kennt a Kräuterwible, a Heilerin, an Kräuter-ma´, an G´sundbeter, a Bäuerin oder an Bauern etc., die noch dieses alte Wissen kennen und „tun“?
Bitte schreibt uns per e-mail oder ruft uns an! Verein Allgäuer Kräuterland, Vorsitzende Gerti Epple, Telefon: 08375 – 92 98 12 oder 0171 – 78 79 053 oder unter gerti (ät) wildkraeuterfrau.de

Über g-4460-1

Permakulturgärtner, Blogautor, Sozialarbeiter und Webdesigner
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