Willkommen!

Alle Ausgaben ab Nr.1 bei  „PDF-Downloads“

A K T U E L L stes:

Die Nr. 19, September bis November 2016  >>Nr. 19 HIER<<   downloaden

MEDIA-Daten ab Nr. 19 – NEU: auch 1/16 Seite Anzeige möglich  << downloaden

Termine-Meldeformular und Kleinanzeigen in Nr. 20 –
Dezember 2016 bis Feb. 2017
<< downloaden

Manuskript-Vorlage für „Nachhaltige Artikel
Wir wünschen uns Euer Mitmachen!

Veröffentlicht unter Das Magazin | Hinterlasse einen Kommentar

Solidarisches GemüseHaus der ReWiG Allgäu ist gestartet!

In der Nr. 17  ist das das Titelbild und drei Seiten 15-17! Download-LINK:
http://nachhaltiges-allgaeu.de/wp-content/uploads/2016/03/NA_17.pdf

Nachtrag: So sah das 2. Gewächshaus beim 1. Info-Termin am 27. Feb. aus:
„Permakultur-Berge“  Mehr Bilder davon     >>>HIER<<<

Am Sa. 19. März gibts den nächsten Info-Termin – Details auf obigen Seiten in der Nr. 17

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Aufruf für die vier SoLaWi´s im Allgäu

2015 gehts los im Allgäu!     Wir säen, pflegen, ernten und feiern 🙂 

momentan sind im Allgäu mindestens vier Projekte am entstehen:

Seid mit dabei unser Allgäu bunter zu gestalten!

Damit es wirklich im Frühjahr 2015 gut losgehen kann, machen wir hier einen Aufruf:

Bitte schaut nach was ihr beitragen könnt.

Wir brauchen:

Saatgut     Geld         Gewächshaus

(Garten) Bücher        Werkzeuge/ Maschinen

Effektive Mikro- und Makroorganismen 🙂

Als vorläufige Anlaufstelle für Zusagen, gemeinsame Nachrichten, Weiterleitungen etc. stellt sich das Büro des „Nachhalties Allgäu“ zur Verfügung.

Veröffentlicht unter Nr. 12 | Hinterlasse einen Kommentar

Acker für SoLaWi Unterthingau gefunden!

 

Somit kann es losgehen. Der Acker ist aus einer Wiese hervorgegangen und befindet sich in Unterthingau/Ried in der Nähe der Wertachschleife. Die Wiese wurde in der Vergangenheit nur mit Kompost gedüngt. Er gehört zum Hof von Hans Hosp und ist von Nord und Ost vom Hochwald umgeben. In der Nähe gibt es eine Vielzahl natürlicher Biotope ,darunter unberührte Spirken Moore und sogar ein urwaldähnlicher standortgemäßer Tannen-Buchenwald.

Der Acker befindet sich auf einer Höhe von 840 m. Das kommt sicherlich der Qualität des Gemüses, einschließlich Salat und Kräuter, zugute; begrenzt aber das Angebot auf die Monate Juni bis einschließlich  November, zumindest für das erste Jahr. Daher beträgt die Jahresüberweisung für das Jahr 2015, zahlbar möglichst zu Beginn des Jahres, auch nur € 270 pro Person (Für Eltern mit Kind gelten Sonderbedingungen). Das entspricht etwa € 10 pro wöchentlich abholbereites Päckchen und € 45 pro saisonalem Monat. Wer Gemüse lagern kann und möchte, zahlt € 300 und ist damit bei der entsprechenden Verteilung Ende November dabei.

Wir sind zuversichtlich, dass das Projekt beginnen wird; sollten, entgegen aller Annahmen, nicht genügend Überweisungen bis Ende Februar stattfinden, so wird selbstverständlich jedem das Geld zurück erstattet. Sehr willkommen sind auch Spenden jeder Art. Vielleicht auch als originelles Weihnachtsgeschenk. Es sollte auch jeder, der kann, ein oder besser ein paar Mal im Jahr bei „Großeinsätzen“ auf dem Acker helfen.

Alles Weitere wird am Dienstag, den 16.Dezember ,19.30 Uhr im Gasthaus Hirsch in Betzigau besprochen werden. Dazu möchte ich ganz besonders die Verbraucher im größeren Umkreis von Kempten einladen. Geplant ist in Kempten eine wöchentliche Abholstelle. Auch in Kaufbeuren (bei Bedarf auch Marktoberdorf) wird eine Abholstelle eingerichtet werden. Interessierte aus der Umgebung Kaufbeuren rufen bitte Annette Rieger an Tel: 08377-9294550. Mit der Jahresüberweisung und dem Einloggen in die Homepage www.solawi-unterthingau.de ist die Mitgliedschaft vollzogen. Auf dieser Homepage wird auch das nächste Treffen angekündigt werden.

Ganz herzlich möchte ich danken:

Hans Hosp für das Pflügen mit dem Wendepflug und vielem mehr

Annette Rieger für die Unterstützung, wann immer sie konnte

Rolf Zischka für die Computerarbeit

Helmut Strobel für den organischen Mist

Georg Welz für die Pflug ausleihe

Antje Stöckle für ihr bereitwilliges Darstellen der SoLawi Bad Waldsee

und vielen anderen, die mit Rat und Tat behilflich waren.

Nun endlich zu mir selbst, dem Anbauer Klaus Hauschild, Tel: 0176-25098589, e-mail: klaushauschild@hushmail.com. Gebürtig komme ich von einem alten Hof aus dem Elbe-Weser Dreieck. Meine Erfahrungen fußen auf mehreren Jahren Bioland -Anbau in den Achtzigern, später viele Jahre unter  dem Symbol „Organic Trust“ in SW- Irland auf einer Frucht -und Schaf- Farm nach Permakultur- Prinzipien in den Bergen zwischen den Counties Cork und Kerry. Dann folgten neun Jahre Leben in einem Ecovillage in Arizona, wo die Natur, abgesehen von einigen Siedlungen und Farmen, so war ,wie zur Zeit des „Wilden Westen“. Dort wurden auch CSA (Community Supported Agriculture)- Päckchen wöchentlich vom Hof abgeholt. Mit der unbürokratischen Jahresüberweisung wurde die Mitgliedschaft für ein Jahr vollzogen.

 

Termin Hinweis:

Dienstag, 16.12. 14, 19.30 Uhr

SoLawi Unterthingau

Verbraucher-, Unterstützer- und Interessenten- Treffen

Gasthof Hirsch, Betzigau

Veröffentlicht unter Nr. 12 | 1 Kommentar

Innerer Wandel im Allgäu am Beispiel dreier Initiativen

Warum innerer Wandel? Viele gute Ideen und Projekte lassen sich nur schwer umsetzen, weil trotz hoher Ideale kein freud-volles und entspanntes Mit-einander entsteht. Mehrere Initiativen im Allgäu bieten Zusammenkünfte an, um hinderliche Strukturen bewusst zu machen und so auch im Außen wirksamer zu sein.

Gesprächskreis, Missen-Wilhams

gerhardLieber Gerhard, wir kennen uns aus der Tran­sition-Initiative Allgäu, die du mitbegründet hast. Bereits im Frühjahr 2011 hast Du den Gesprächskreis ins Leben gerufen. Welche Impulse gingen voraus?

Zunächst hatte der Gesprächskreis garnix mit der Transition-Initiative zu tun. Ich hatte die Bücher von Christoph Fasching ge­lesen, deren Inhalt mich sehr berührt hat. Er be­schreibt darin sehr umfas­send einen Wandel in Ge­sellschaft, Umwelt und See­le des Einzelnen und er er­mutigt, selber aktiv zu werden. Also habe ich den Gesprächskreis am 21.02.2011 in meinem Wohn­zimmer gestartet!

Wie hat sich der Kreis in den vergangenen knapp 4 Jahren entwickelt?

Es war und ist eine offene Gruppe. Mal kommen zwei Leute, dann wieder 30- 40 Menschen, je nach Thema. Mittlerweile gibt es eine kleine Kern­gruppe von 6-8 Leuten. Zunächst habe ich den Gesprächskreis bei mir im Wohnzimmer angebo­ten. Ab 2012 ergab sich die Zusammenarbeit mit Michael Hoffmann vom Ökobau in Missen-Wil­hams. Michael hatte einen „Raum der Begeg­nung“ gebaut. Seitdem finden die Abende dort statt. Er bietet auch eigene Veranstaltungen an. Manche Abende bewerben wir gemeinsam.

Die Anzahl der Männer und Frauen ist recht aus­geglichen, manchesmal kommen mehr Frauen.

Und was sind die Themen der Gespräche?

Da hab ich eine lange Liste! Um nur wenige zu nennen: Symptome des Wandels,  gesellschaftli­che und persönliche Veränderungen, spirituelle Entwicklung;  Lebensmittelversorgung aus der Region, vegane Ernährung. Neue Formen der Partnerschaft, bedingungslose Liebe, HOMA Feu­er.

Mal gab es Vorträge,  wir haben Videos geguckt, oder es gab eine Impulsfrage.

Habt Ihr bei den Gesprächen eine Struktur?

Bewährt hat sich der Stuhlkreis. Neue Menschen erhalten 5 Min. Zeit, sich vorzustellen. Zu Beginn gibt es ein kurzes Blitzlicht, wie sich jedeR gerade fühlt. Ansonsten orientieren wir uns an Verhal­tensempfehlungen: sich kurz fassen, zuhören, beim Thema bleiben, sich ehrlich und authentisch ausdrücken… Zum Abschluss gibt es wieder eine Befindlichkeitsrunde.

Worin siehst Du die Stärke des Gesprächs­kreises?

Meine Entwicklung verläuft positiver, seit ich mich intensiv mit diesen Themen auseinandersetze. Persönlich kann ich sagen, ich habe weiterhin Probleme, aber sie sind wesentlich leichter und angenehmer geworden. Und so seh ich das auch bei den Besuchern des Gesprächskreises: die Menschen gehen freudiger raus, als sie gekom­men sind!

Wichtig ist mir, die Themen zu leben und nicht nur zu reden!

Um nochmal auf Transition zu kommen: wie sieht es mit Vernetzung aus?

Der Gesprächskreis steht auf der Homepage der Transitiongruppe Immenstadt. Außerdem bin ich erster Vorsitzender im Heimatverein Immenstadt. In der Vorstandschaft sind auch fünf weitere von der Transition Immenstadt drin. Für mich ist Tran­sition = Heimat, ein spannender Prozess!

Danke, lieber Gerhard, für Deine Zeit – und weiterhin alles Gute für Heimat und Transiti­on!

Jeden zweiten Donnerstag,19.00 Uhr, Ökobau, am Freibad 5d, 87547 Missen (Raumkostenbetei­ligung, keine Anmeldung erforderlich)

Kontakt: 08320-92 50 11, g.mischler@gmail.com www.immenstadtimwandel.de/index.php/innerer-wandel

Gerhard Mischler, versteht sich als Brückenbauer zwischen alt und neu.

Interview: Meret E. Windele, Foto: Gerhard Mischler

Gruppe „Innerer Wandel“, Kempten

Liebe Hedy, Du bist schon bald nach der Gründung der ReWiG im Herbst 2012 Mitglied geworden und engagierst Dich dort im Kern­team und in der Gruppe „Innerer Wandel“. Was hat Dich zu diesen Schritten bewegt?

Als ich damals von der ReWiG hörte, spürte ich, das ist genau das, was die geistige Welt möchte und was sich für mich selber stimmig anfühlt: eine weitgehende Vernetzung, die möglichst viele Menschen anzieht. Der Gruppe „Innerer Wandel“ habe ich mich Anfang 2013 zugesellt. Dieses Thema begleitet mich seit mind. 15 Jahren. Mir ist es wichtig, die eigenen inneren Anteile/ Schatten­seiten zu erkennen – was macht mich betroffen, erzeugt in mir Spannung, was steckt hinter einem heftigen Gefühl. Ich glaube, das ist auch für die Menschen in der ReWiG wichtig: eine Person, die sich innerlich verändert, kann ganz anders im Au­ßen agieren.

Ich sehe es als meine Besonderheit, Anregung zu geben, die früher oder später aufgenommen wird.

Wie ist Deine Sicht auf die Entwicklung der Gruppe „Innerer Wandel“ in den vergangenen zwei Jahren?

Am Anfang waren es ungefähr gleich viel Männer und Frauen, später fanden sich überwiegend Frauen ein. Die ersten Monate leitete ein Mann, Horst Kern, die Gruppe. Später haben Liane Faust, Gabriela Spross, Claudia Kirchner und ich die Abende vorbereitet. Der Themenbogen war weit gespannt: Kennenlern-Übungen, Spiele-Abend, Gewaltfreie Kommunikation, Selbstliebe, Das Wunder der Vergebung, Healing Code… Es gibt kein festes Team, jedeR aus der ReWiG kann ein Thema einbringen und einen Abend gestalten.

Manchmal spürte ich mich im Widerspruch, weil ich selber mit innerem Wandel was anderes ver­binde. Zeitweise bröckelte die Gruppe auch ab oder es kam kein Treffen zustande. Dann wieder fühlte ich in mir Freude und Zuversicht, z.B. nach dem ReWiG-Kernteam-Treffen Aug/Sept 2013.

Ja, bei mir kommt an, wie wichtig Dir die Gruppe ist! Warum, vom heutigen Standpunkt aus?

Wie ich vorhin schon gesagt habe: die persönli­che Entwicklung stärkt die Handlungsmöglichkei­ten im Außen. Deshalb liegt mir die Gruppe am Herzen! Mir fällt auf, eben weil das so ist, kann ich mein Wirken dort gar nicht von meinem sons­tigen Mitwirken in der ReWiG, z. B. im Kernteam, trennen.

Wie möchtest Du in Zukunft weiter wirken?

Ich möchte gerne mehr Menschen in die ReWiG holen! Sie anders ansprechen, mehr vom Herzen her, weniger auf der Verstandesebene. Mich per­sönlich hat die Gruppe „Innerer Wandel“ mit der ReWiG verbunden.

Danke, Hedy, für Deine Zeit und die Einblicke in Deinen inneren Wandel!

Alle ein bis zwei Monate sonntags ca. 17.30 Uhr, meist im Haus International in Kempten. Offen für alle Interessierte, Raumkostenbeteiligung.

Kontakt: Hedy Struck, Tel 07561 – 820 21 79, hedystruck@gmx.de

Hedy Struck interessiert sich für spirituelle The­men, Gesundheit und Ernährung.

Interview: Meret E. Windele

Impuls-Nachmittage, Gemeinschaft Buchenberg

Wie gehen wir offen und ehrlich miteinander um? Wie gelingt ein Miteinander in Beziehun­gen, Arbeitsgruppen oder Wohnprojekten?

In den Impuls-Nachmittagen wird darüber nicht nur gesprochen – es wird vor allem miteinander geübt: zu zweit, in der Kleingruppe oder im Ple­num. Die offene Gruppe nutzt Kreisformen, Acht­samkeitsempfehlungen, Bewegung, Stille und Meditation. JedeR erhält damit gleich viel Raum, um sich mitzuteilen und auszudrücken.

Ich, Raimund Koch, freue mich, Meret E. Windele  bei dieser Initiative zu assistieren. Bisher bekam ich Einblick in verschiedene Initiativen und Pro­jekte rund um ein gutes und nachhaltiges Leben. Dabei zeigte sich mir: Zur schöneren Welt, die mein Herz kennt, gelangen wir vor allem, wenn unser Zusammenwirken gelingt. Die angeleiteten Nachmittage bieten hierfür einen wertvollen Er­lebnisraum und vielfältige Anregungen.

Sich öffnen und miteinander wohlfühlen, ge­meinsam Themen beleuchten
windeleIm August 2011 entstand zunächst eine geschlos­sene Gruppe. Dazu hatte Meret Freunde und Be­kannte der Transition-Initiative Allgäu eingeladen. Auslöser war ein Besuchswochenende in der da­mals neu entstandenen Ge­meinschaft Schloss Tempel­hof.

Die Gruppe wird seit Herbst 2012 als offenes Angebot geführt: So kommen manche Menschen einmal, andere so oft, wie möglich. Durch eine angeleitete Struktur können sich Men­schen füreinander öffnen und wohlfühlen – in ei­ner immer wieder neu gestalteten Gruppe. Zwi­schen 12 und 18 Männer und Frauen treffen sich, manchmal ist die Gruppe auch kleiner. Abends wird – mit denen, die wollen – zusammen ge­kocht, im Sommer am Moorweiher gepicknickt.

Jeder der Nachmittage hatte ein Thema, z. B.: Achtsamkeit und Konfliktlösung, Visionsbildung, welche Glaubenssätze hindern uns, Mut zur Ver­änderung, Achtsamkeit und Mut, Verbindlichkeit. Viele Übungen mit Bewegungselementen und nonverbalem Ausdruck (z. B. Mimik, Theater, Kör­perhaltung) helfen, jenseits der Worte zu spüren und wahrzunehmen.

Inneren Wandel leben

Durch die Nachmittage entstanden Freundschaf­ten und Bekanntschaften. Auch eine Intensivgrup­pe kristallisierte sich heraus, die sich ebenfalls re­gelmäßig trifft. Es geht nicht darum, Wohngrup­pen zu bilden, sondern ein schöneres Miteinander zu erleben – Anregung für den Alltag!

In guter Verbindung

Die Impuls-Nachmittage stehen in einer freund­schaftlichen Verbindung mit dem Ökodorf Institut, dem Nachhaltigen Allgäu und den Permakultur­freunden Allgäu. Meret ist Mitbegründerin der Transition-Initiative Allgäu und des „ Wohnprojekt Allgäu e. V“

einmal monatlich Samstag 14:00 bis 18:30 Uhr. Therapiezentrum Buchenberg, bitte anmelden.

Kontakt: 08378 923090, evaw@text-talk.de

Meret E. Windele: Ihr Hauptanliegen sind Verhal­tensformen der Verbundenheit und Gleichwertigkeit.

Text: Raimund Koch, Foto: Meret E. Windele

Veröffentlicht unter Nr. 12 | Hinterlasse einen Kommentar

„Weben“ Ein altes Handwerk neu entdeckt

Zwanzig Jahre liegt mein Abschluss zur Hand­webgesellin zurück und seither kenne ich es, dass dieser Beruf als überholt angesehen wird. Meine Überzeugung hatte mich aber, über alle Bedenken Anderer hinweg, zu meinem dritten Berufsabschluss verholfen. In einer visuellen Welt am PC und Handy fehlt dem Menschen heute das konkrete Tun, das ihn im Denken und Planen überprüft und schult. Wenn den heutigen Erwachsenen das noch nicht deutlich ist, weil es in ihrer Kind­heit und Ju­gend genug handwerkliche Betäti­gung gab, so führt es die jetzigen Generatio­nen künftig in ein Fias­ko. Denn wenn Men­schen am PC durch ei­nige Mausklicks Reali­täten auslö­sen (Umsetz­ung und Planun­gen für Ande­re), ist manchen ihr Han­deln und Verantwor­ten nicht im vollen Um­fang deutlich. So gehört stets Kenntnis über die Menschen vor Ort und Nach­fragen und Ge­nauigkeit zu den Überle­gungen.
Nach einer Saisontätigkeit kam ich in die Situa­tion, auf dem Amt meine wahren Ambitionen mit meinem Handwerk anzusprechen. Ich be­kam die Aufgabe, Langzeitarbeitslose anzulei­ten, um sie zu fördern.

Partnerschaftliches Bandweben am Rispenkamm

Partnerschaftliches Bandweben am Rispenkamm

Die Menschen waren verschlossen, und es ge­hörte einiges dazu ,sie aufzuschließen. Ich gab Aufgaben, die zum gemeinsamen Tun verhal­fen (z.B. Regalbau), und Aufgaben, die neue Fähigkeiten entdecken ließen und schönes Ge­stalten erforderten: Weihnachts­karten gestal­ten, Transparentsterne basteln, Krippenbau, Filzfiguren, Hexen aus Filz und Faschingsmas­ken und -hüte herstellen. Dann leitete ich Os­tern einen Workshop, Hasen zu filzen mit sehr interessanten, zum Teil nicht deutsch spre­chenden Teilnehmern. Die Er­gebnisse wa­ren begeisternd und auch ein le­bensgroßer Hase entstand, der dann mit Pro­fessor Walz abreis­te: ins einzige deutsche Ha­senmuseum, um dort künftig bestaunt zu wer­den.

Schließlich wurde ich für einen Kurs in der Frei­en Schule All­gäu für „Weben“ an­gefragt und das, obwohl die Schu­le gar keine Web­stühle besitzt. Wie­derum musste ich kreativ wer­den und begann mit Trockenfil­zen und Spinnen. Ich ließ mir Holzschei­ben herstel­len und baute dar­aus Handspindeln. Wusch mit den Kindern am letzten Schul­tag Schafwolle bei 40° C Som­merwetter, kämmte die Wolle auf ei­ner Nadelwalze, brachte ein Spinnrad.

Schulstarterin zeigt Filzmaus

Schulstarterin zeigt Filzmaus

Oft gehen Kinder wild und unge­ordnet in die Stunde und verlas­sen sie erholt und ausgewo­gen nach den Filz­arbeiten. Ob­wohl Kinder kommen, die sich oft gar nicht auf­einander ein­lassen wollen, lernen sie sich in ih­ren unter­schiedlichen Anlagen schätzen und finden im Tun zueinander. Sie lernen mit- und voneinan­der. So wird mein Handwerk zu einer Möglich­keit des sozialen Gestaltens und Erzie­hens. In­zwischen machen wir schmale Bandwebpro­dukte, die zu Gürteln, Taschen­gurten, Handyta­schen und Deckchen verarbei­tet wer­den, je nach Wunsch der Kinder. Ich ver­wende beim Trockenfilzen die natürli­chen Far­ben und pflan­zengefärbte Wolle. Immer wieder gibt es Kin­der, die nichts ande­res als Trockenfilzen wol­len, wenn sie zu mir kommen. Sie haben ent­schieden, dass die Tä­tigkeit, die ich als Lückenbüßer einplante, ein fester Bestandteil wurde. Die Kinder erleben hier, dass ein har­monisch gestaltetes Ergebnis entsteht, und zwar nicht auf Knopfdruck, son­dern nur so, wie sie es formen. Die Kinder ent­deckten die pflan­zengefärbte Wolle als stets sich harmonisch zueinander verhaltend. Um sie zu verweben, mussten erste einfache Spinnergebnisse gelin­gen. Erst leitete ich am Spinnstöckchen an, dann kam die Scheibe dazu, schließlich holte ich das Spinnrad. Wenn auch die Begleitung sein muss, weil Hände und Füße noch nicht zusammen arbeiten können, so ist ein schritt­weises Verstehen möglich. Auch drehten wir Fäden zusammen, zwirnten, oder stellten mel­liertes Garn her.

Kette mit Anhänger aus Wolle gesponnen und gefilzt

Kette mit Anhänger aus Wolle gesponnen und gefilzt

Während der einzelnen Betreuungen gingen die Kinder gerne an die Handkarde und kämm­ten wieder unsere selbst gewaschene Wolle und verfilzten sie. Es entstanden Gesich­ter, Clowns, Tiere, Blumen, Kissen, Puppenbett­chen, Bilder, Handyhüllen und vieles mehr.
Die Freie Schule Allgäu bietet mehrere Kreativ­kurse zur Wahl an. Der Entscheidungsprozess, wo das Kind hin will, ist wichtig, indem sich das Kind zu seinem Tun und zu den Teilnehmern ins Verhältnis in Kenntnis setzt. Die Freie Schu­le Allgäu ist klassenübergreifend tätig und lehrt mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen z. B. Montessori. Meine Tätigkeit ist geleitet im Hinblick auf das Menschenbild der Waldorfpäd­agogik sowie dazugehörigen heil-pädagogi­schen Kriterien. Meine Begeisterung für das Konzept liegt in der Konzeption, auf das Kind einzugehen. Es kommen dort Kinder, die hoch­begabt sind und auch mit anderen Auffälligkei­ten. Sie sind  besondere Kinder, die ihrer Zeit voraus sind und irgendwie schon wissen, was sie wollen. Diese Kinder finden sich in den her­kömmlichen Schulen nicht ausreichend wahr­genommen und wurden nicht selten Schulver­weigerer.

In meinem Kurs gelingt das Tun erst, wenn sich das Kind in der Gegenwart auf das Material und die Gesetzmäßigkeiten einlässt. So arbei­tet das Kind an sich. Durch nachmachendes Tun gelingt Stück um Stück die Arbeit an sich selbst. Die Freude daran macht es mög­lich .

Text und Bilder: Christine Hahn

Veröffentlicht unter Nr. 12 | Hinterlasse einen Kommentar

Go BIO, go Veggie

Immer mehr Allgäuer leben vegetarisch oder vegan. Ob Gesundheit, Tierwohl oder Umwelt­schutz, wer auf Fleisch verzichtet, hat meist seine Gründe. Wir stellen ab sofort im Nachhal­tigen Allgäu regelmäßig Hotels oder Restau­rants aus der Region vor. Dieses Mal haben wir uns in Kempten umgeschaut.

Rustikaler Charme, kuschelige Atmosphäre: Zarahs Gschmackeria

Go Veggie in Kempten: Vegetarisches Restaurant Zahras Gschmackeria und das Rasa Ayana - beide klein und fein.Wer mittags Zarahs Gschmackeria betritt, trifft meist auf eine volle Stube. Doch irgendwie gibts immer ein Plätzchen. Die Gäste rücken gerne zusammen. Stube trifft‘s ganz gut: klein, heimelig, und in die Küche kann man rein­schauen. Das Essen ist lecker und gesund, die Auswahl überschaubar – und das spricht für Qualität.

Täglich wechselt das Mittagsgericht: Vom afri­kanischen Erdnusseintopf über Moussaka bis hin zur Kürbis-Linsen-Lasagne können sich ve­getarisch-vegane Gourmets überraschen las­sen. Für Bodenständige gibts immer eine Ofen­kartoffel mit Sauerrahm, und natürlich bereiten die freundlichen Damen in der Küche gerne einen frischen Salat zu. Auf Wunsch gibt’s frisch gepresste Säfte mit lustigen Namen wie Südseesamba oder Hoppelspaß. Für einen Euro kann sich der Gast so oft er mag an den Karaffen mit frischem Edelstein-Wasser bedie­nen.

Zarahs Gschmackeria,
Heinrichgasse 4, 87435 Kempten,
geöffnet Dienstag bis Samstag, 9 – 15 Uhr

Gewürzhaus und Restaurant:
Rasa Ayana

Vegetarische Restaurants in Kempten: Rasa AyanaFrisch gebrühter Ingwertee gehört für die Gäste des Rasa Ayana immer dazu. Das Restaurant hat sich auf ayurvedische Speisen ohne Fleisch spezialisiert. Dienstag, Donnerstag und Samstag sind Veganertage. Das Essen wird täglich frisch zubereitet aus überwiegend biolo­gischen Lebensmitteln. Fertigsaucen oder Ge­schmacksverstärker sind tabu. Denn Gewürze sind im Rasa Ayana die Seele der Gerichte. Kein Wunder, schließlich hat Restaurantbesit­zer Gabriel Simòn Pinero sich seit seiner Kind­heit in der Welt der Gewürze umgeschaut. Des­halb hat er in seinem Restaurant auch gleich eine Gewürzecke integriert. Während der Gast also auf seine ayurvedische Mittagsmahlzeit wartet, kann er sich zwischendurch in der Ge­würzecke umschauen. Findet er das Gewürz seiner Wahl, kann er es mischen, rösten und selber mahlen. Das Essen wird liebevoll an schlichten Holztischen ohne Schnickschnack serviert. Für 13 Euro gibt’s ein komplettes Menü einschließlich der Getränke.

Rasa Ayana, Stuibenweg 1,
87435 Kempten,
geöffnet Montag bis Freitag, 10 – 18 Uhr,
Samstag 9 – 16 Uhr.

 

Text/Fotos: Edith Rayner

Veröffentlicht unter Nr. 12 | Hinterlasse einen Kommentar

Schenken ja gerne, aber was?

titel mit schatten_kompGeschenktipp 1:
Frauen-Mondkalender 2015

Nachhaltig leben im natürlichen Rhythmus mit der Natur gehört zur Grundhaltung unserer Leser. Was liegt da näher, als sich auch mit dem Einfluss des Mondes zu beschäftigen? Der von Maria Lichtner (Allgäu für Dich) neu gegründete Aurum Luna Verlag hat jetzt einen ansprechenden Mondkalender speziell für Frauen herausgebracht. Der Ringbuch-Kalender hat täglich wertvolle Tipps parat für Frauen, die mitten im Leben stehen und neben ihrem Beruf auch noch Haushalt und Familie managen. Der optimale Termin für selbstsicheres Auftreten ist genauso zu finden wie ungünstige Termine für die Gartenarbeit. Ein hübsches Geschenk für sich selbst, die beste Freundin, die Mutter oder die Tochter. Und ein praxisnaher Begleiter durch das Jahr mit Empfehlungen für Weiblichkeit, Wohlergehen und Ästhetik.

DIN-A5-Ringbuch-Kalender, erhältlich im Verlag Aurum Luna,
Tel. 08303 929 73 46, ca. 18 Euro

Geschenktipp 2: 

Allgäuer Engel - Reiseschutzengel fürs Auto, Design Edith Rayner, hergestellt in SüddeutschlandAllgäuer Engel für’s Auto

Im Auto ist der Allgäuer Engel aus Edelstahl oder Messing nicht nur eine hübsche Dekoration.

Als Reiseschutz-Engel soll er an die himmlischen Helfer erinnern. Das Design stammt von NA-Redakteurin Edith Rayner, die den Engel schon seit Jahren in der Region herstellen lässt. Das edle Designerstück wird nicht gestanzt, sondern von einer kleinen Manufaktur in einem photochemischen Verfahren hergestellt. Anschließend wird er von Hand poliert und mit einer schützenden Schicht überzogen. Ein kleines, feines Geschenk, das sich gut den Weihnachtskarten beilegen lässt und per Brief verschickt werden kann.

Allgäuer Engel aus Edelstahl oder Messing,
9 cm groß, 9,50 Euro, erhältlich im AZ-Shop online und in Kempten oder direkt
telefonisch unter 083 74 – 586 88 18
oder per Email eray@weltallgaeuerin.de
Text/Fotos: Edith Rayner

Veröffentlicht unter Nr. 12 | Hinterlasse einen Kommentar

LOSGELAUFEN – VOM ALLGÄU ZUR NORDSEE

Andreas Eller ist mit seiner Mischlingshündin Tinka 2013 längs durch Deutschland gelaufen, vom südlichsten zum nördlichsten Punkt. Gestartet sind die beiden südlich von Oberstdorf am Haldenwanger Eck an der österreichischen Grenze. Nach über 1300 Kilometern und 44 Etappen haben Herrchen und Hund den Ellenbogen im Norden der Insel Sylt erreicht.

In abwechslungsreicher Landschaft geht es durch Bayern, Baden- Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, entlang der Flüsse Iller, Kocher, Tauber, Main, Fulda und Weser. Jeder Kilometer wird auf den eigenen Füßen und Pfoten bewältigt. Ausrüstung und Proviant zieht der Globetrotter auf einem Anhänger hinter sich her. Unter dem Motto „Tinka läuft für Straßenhunde“ will die junge Hündin aus Rhodos Spendengelder für Tierheime sammeln.

In seiner neuen Fotoreportage erzählt Andreas Eller über diese außergewöhnliche Wanderung. Mit beeindruckender Fotografie, selbstgedrehten Filmsequenzen und authentischer Musik entsteht ein technisch aufwändig gestalteter Vortrag. Im Mittelpunkt stehen viele Geschichten mit interessanten Menschen, die lebendig, mitreißend und manchmal auch selbstironisch erzählt werden. Andreas und Tinka können Sie live erleben:

 

Allgäu-NordseeD227.12.2014 Schlossbrauhaus Schwangau

28.12.2014 Haus des Gastes, Pfronten

29.12.2014 Kurhaus Scheidegg

30.12.2014 Wittelsbacher Hof (Prinzenstr. 24) Oberstdorf

Beginn jeweils 20 Uhr.

Karten für 10 Euro an der Abendkasse.

Dauer 90 Minuten.

Info auf andreaseller.de.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Was ist eine Transition-Initiative?

Zum Beispiel:    www.Immen-Stadtimwandel.de

Die internationale Transition-Town-Bewegung (etwa „Stadt im Wandel“) hat seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte in über 1200 Städ­ten und Gemeinden initiiert. Das ursprüngliche Ziel ist es, den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte  Wirtschaft zu gestal­ten.

In 43 meist westeuropäischen Ländern, sowie in den USA, Kanada und Australien, engagie­ren sich Menschen durch solche Gruppen und versuchen teilzuhaben an der Gestaltung ihrer Zukunft.

Ich will Menschen, die dazu bereit sind, zu­sammenbringen, anregen und mitnehmen in eine menschenwürdigere Zukunft.“

Ich engagiere mich, weil ich dadurch kon­struktiv werde; durch die Gruppe entsteht Kreativität; Kritisieren oder Zweifeln sind wesentlich seltener geworden“

Was macht Transition-Immenstadt?

Die Gruppe organisiert traditionelle Jahresfeste und bringt Menschen zusammen, am Lagerfeu­er, verbunden mit der Natur oder auch um „weitere Ideen zu entwickeln, wie wir – miteinander und füreinander  –  unser Leben mit Freude gestalten können!

Zum dritten Mal hat im Frühjahr ein SchenkTag im Hofgarten stattgefunden mit über 1000 Be­suchern. „Vormittags werden viele Geschen­ke und auch Gutscheine gebracht. Manche musizieren oder  führen Volkstänze auf. Hier ein Marionetten-Theater, dort ein Kin­der-Mal-Atelier“, unentgeltlich selbstverständ­lich. Am Nachmittag kann jedeR etwas mitneh­men, materielle Geschenke, einen Gutschein „auf einen Kaf­fee-Kuchen“  oder einfach das Bild freudvoller Gesichter und tiefgehenden Lä­chelns.

Vier regelmässige Übungssabende geben den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich über in­nere Themen auszutauschen oder – je nach­dem – diese im sicherem Kreis auszudrücken und einander zuzuhören; der Redestabkreis, Frauen- und Männerrunden, Gewaltfreie Kom­munikation. „Wir probieren uns in anderen Formen der Kommunikation aus – bleiben nicht im Kopf „stecken“ und wollen nicht einfach „Recht“ haben. Wir leben ein herzliches Miteinander und gehen Konflikte kon-struktiv an.“

Ein BürgerGarten ist entstanden auf einem von der Stadt gepachteten Grundstück bei der Mit­telschule. Dort trifft sich eine Kerngruppe mit anderen InteressentInnen zum Gärteln und Hui­gärteln. Die Hügelbeete, die Kräuterspirale, die neuen Beerensträucher werden auf Perma­kulturbasis gepflegt, d.h. mit Nachhaltigkeits­prinzipien. Der Garten gehört allen und alle können mitmachen und teilhaben an der Ernte. „Mit anderen Menschen macht das Graben, das Mähen und Entscheiden viel mehr Spaß; daraus wächst auch sowas wie eine Gemeinschaft.“

SpieleNachmittage bringen allerlei Leute zu­sammen.

MACH MIT!

…weil wir uns FÜR etwas einsetzen und nicht einfach GEGEN etwas sind“

Es gibt noch einige andere spannende Projek­te! Am besten informieren Sie sich selber:

Beim offenen Stammtisch im Gasthof Hirsch, am zweiten Dienstag im Monat ab 19:30 Uhr  und

Webseite:   www.Immen-Stadtimwandel.de

Alle Veranstaltungen und Projekte sind für JedeN offen, ohne weitere Verpflichtungen & gratis

 

Veröffentlicht unter Nr. 12 | Hinterlasse einen Kommentar